MuK e.V.

Musik- und Kunstverein Gießen e.V.

 

Wer es schon Einmal bis raus an de Gießener Automeile geschafft hat, der weiß: Der Bunker „1022“, in dem der Musik- und Kunstverein (MuK) untergebracht ist, ist nicht einfach ein Bunker. Für viele in Gießen hat dieser Ort bereits jetzt Kulturgeschichte geschrieben. Ganze Generationen haben hier ihre wilde Jugend verbracht und Erlebnisse gehabt, die isch auch in 20 Jahren noch prima als Anekdoten erzählen lassen.

Szenebekannte Bands und auch im Mainstream verortete Künstler waren bereits hier: „Die Happy“ kehrten in den Anfangsjahren immer wieder, sorgten für vollen Haus. „Die Sterne“ haben hier gespielt, Jochen Distelmeyer, Olli Schulz, „Blackmail“, „mia“, „Kool Savas“.

In den letzten Jahren waren es Künstler wie Casper, Prinz Pi, Frittenbude oder Kraftklub, die den Bunker heimsuchten. Nie in Vergessenheit geraten wird auch das Gastspiel von „Deichkind“, die für irdentlich Remmidemmi sorgten. Wladimir Kaminer hat hier gelesen, Harry Rowohlt ebenso. Kürzlich hat Markus Kavka aufgelegt. Der legendäre Fritz Rau war hier, so lange er unter den Lebenden weilte, und auch der Kabarettist Matthias Beltz hatte hier einen seiner letzten Auftritte, bevor er viel zu früh aus dem Leben schied.

Und auch die lokalen Bands geben sich hier die Klinke in die Hand, nutzen den Saal des MuKs oder auch die Kneipe „1022“ im Erdgeschoss für Release-Konzerte oder, wie „OK Kid“, für regelmäßige Heimspiele.

Nicht zu vergessen die ganzen und teils legendären Partyreihen, die sich durch alle Stilistiken ziehen und teils Menschen von weit her in den Bunker locken. Da gibt es die „Electronic Porn Party“, die seit jeher die Anhänger der Schwarzen Szene nach Gießen zieht. Verschiedene Elektroreihen wie die „under the Ground“ sind im MuK aus auch an andere Locations in der Stadt gezogen. Es gab die 90er „Eurotrash“ Party, „Studio Party“, „Brown Sugar“ und „alternative Dance Party“ (ADP) bei der die Fans bis in die Morgenstunden feierten oder auch die „wanna rock you“, die Spandex-Leggins Träger und andere 80er Fans anlockte.

Der Musik- und Kunstverein Gießen e. V. wurde Mitte 1994 von 12 kulturinteressierten Gießenern ins Leben gerufen. Seitdem hat der Verein eine bewegte, spannende und letztendlich erfolgreiche Geschichte hinter sich. Nach Jahren der Unsicherheit, ob der MuK-Bunker „1022“ abgerissen werden sollte, gab es einen langfristigen Mietvertrag und damit die Garantie, dass weiterhin ein vielfältiges Programm aus Musik, Theater, Comedy, Partys und Ausstellungen angeboten werden kann. Mittlerweile hat sich der MuK zum größten freien Kulturanbieter Gießens entwickelt und belebt das Logo der Stadt, als Kulturstadt an der Lahn erheblich.

Gießen ohne MuK ist nicht mehr denkbar.

 

 http://muk-giessen.de/